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Bewerbungsblog

Illustrationsbild zu Bewerbungsblog. Eine Computer-Tastatur mit grüner Enter-Taste. Diese trägt das Piktogramm eines Menschen und die Aufschrift "Karriere". Copyright fotohansel/Fotolia.Die Idee hinter dem eigenen Bewerbungsblog ist simpel: Veröffentlichen Sie regelmäßig gut geschriebene Artikel zu Themen, die in Ihrer Zielgruppe relevant sind, und positionieren sich so als Experte. Das steigert Ihre Reputation und macht Headhunter auf Sie aufmerksam, die Ihnen dann reizvolle Stellen anbieten.

Das Bewerbungsblog ist damit eher ein Mittel, um sich durch regelmäßige Beitrage eine Reputation aufzubauen. Zur kurzfristigen Unterstützung in einem laufenden Bewerbungsprozess eignet sich das Aufsetzen eines Blogs als Instrument des Personal Branding nicht.

Um sich als Experte für ein bestimmtes Thema profilieren zu können, sind ein paar Voraussetzungen nötig: Sie

  1. kennen sich in einem Thema gut aus, das in Ihrer Zielbranche Relevanz besitzt,
  2. können Ihr Fachgebiet so aufbereiten, dass es für den angedachten Leser verständlich ist, und
  3. besitzen Ideen für genügend Beiträge und sind bereit, diese regelmäßig zu schreiben.

Fast noch wichtiger ist es indes, die eigenen Inhalte entsprechend zu vermarkten. Dies geschieht etwa durch

  • Gastbeiträge in anderen relevanten Blogs,
  • kluge Kommentare zu dort von anderen Menschen veröffentlichten Beiträge und Diskussionsbeiträge in Foren,

die interessierte Leser per Profil-Link zum eigenen Bewerberblog führen.

Umstritten ist allerdings, ob entsprechende (Gruppen-)Beiträge in Karriere-Netzwerken wie LinkedIn und Xing nicht zielführender sind, da dort die Wahrscheinlichkeit ungleich größer ist, von der Zielgruppe Personalentscheider gefunden zu werden. Deswegen sollte man – etwa durch gezielte Veröffentlichung der eigenen Beiträge oder eines Hinweises darauf in (einer der) beiden Karriere-Plattformen – die Reichweite des eigenen Bewerberblogs befördern.

Gerade weil der Aufbau eines Bewerbungsblogs oder auch der Aufbau des Expertenstatus in den Karriere-Netzwerken aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus geschieht, ist entsprechende Vorsicht geboten: Zum einen sollte dort kein Wissen gratis verteilt werden, dessen Vermarktung und/oder Anwendung zum Geschäftsmodell des aktuellen Arbeitgebers gehört. Zudem darf aus den eigenen publizistischen Aktivitäten der Wechselwunsch nicht zu deutlich werden, sonst droht eine Abmahnung und – schlimmstenfalls – ein Jobverlust.

Auf der anderen Seite stärkt der Aufbaue eines Expertenrufs, der auf den Arbeitgeber abstrahlt, die eigene Position im Unternehmen. Das ist – gerade etwa bei einer Gehaltsverhandlung – extrem hilfreich und sichert den eigenen Arbeitsplatz. Denn wer möchte schon einen ausgewiesenen Fachmann verlieren?

Bild © fotohansel/Fotolia.

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Christian Schroff
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Inhaber

Der Inhaber des Bewerbungsladens unterstützt seit 1997 Ein-, Um- und Aufsteiger beim nächsten Karriereschritt. Sein Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung individuell zugeschnittener Bewerbungsstrategien. Er weiß, dass es bei eine erfolgreichen Stellensuche auf überzeugende Bewerbungsunterlagen ankommt, aber eben nicht nur: schließlich wird die Mehrheit der Jobs über Netzwerke vergeben. Sein Werdegang führte ihn neben seinem Studium der Soziologie und Politologie in Konstanz und Leipzig über die offene Jugendarbeit in die berufliche Erwachsenenbildung. In Studenten- und Nebenjobs hat er aber auch bereits Erfahrung als Altenpflegehelfer, Brief- und Paketsortierer, E-Learning-Entwickler, Unternehmensberater sowie als Journalist und Texter gesammelt. Privat liebt er handgemachte Musik von Klassik bis Heavy Metal, Romane des 19. und 20. Jahrhunderts, lange Aufenthalte an der frischen Luft und guten Whisk(e)y. Er ist Förderer von Amnesty International, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, Greenpeace und Sea Shepherd.